Spendenaufruf Serbienreise und Deutschlandaufenthalt für jugendlichen Roma

Vom 12.-16. Juli 2018 werden zwei Aktive aus dem Solifonds-Netzwerk nach Serbien reisen, um drei oder vier Roma-Familien, die wir in den letzten Jahren unterstützt haben, zu besuchen und uns nach deren Situation und Lebensbedingungen vor Ort zu erkundigen. Einen jugendlichen Roma wollen wir abholen und ihm einen zweiwöchigen Besuchsaufenthalt zur Berufsorientierung in Deutschland ermöglichen. Für die Finanzierung der Kosten der Reise (ca. 1.200 Euro) und der Kosten für den Besuchsaufenthalt (ca. 800 Euro) bitten wir um Spenden.

Spendenaufruf Serbienreise Juli 2018 (PDF)

Spendenaufruf "Ferienaufenthalt für Stefan D. in Nürtingen" (PDF)

Wir sammeln auch Sachspenden in Form von Kleidung für Babys und Kleinkinder (ca. 2 Jahre) sowie gebrauchte Mobiltelefone. Wer etwas beitragen möchte bitte bei info@solifonds-perspektiven.org melden. Vielen Dank!

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99 Sammelabschiebungen aus Baden-Württemberg seit 2014

Während Alexander Dobrindt von einer "Anti-Abschiebungs-Industrie" schwadroniert und Menschen, die Geflüchtete über ihre Rechte aufklären, zunehmend kriminalisiert werden, läuft die tatsächliche "Abschiebe-Industrie" auf Hochtouren und trifft auf so gut wie keine öffentliche Kritik. Nach einer Analyse der Aktion Bleiberecht Freiburg hat allein Baden-Württemberg seit Juli 2014 99 Sammelabschiebungen in die Balkanländer durchgeführt. Vom Flughafen Karlsruhe Baden-Baden wurden dabei zwischen 2015 und 2017 knapp 7.000 Menschen abgeschoben, darunter ein Drittel Kinder unter 14 Jahren. Besonders brisant: Die geplante Abschiebung vieler Personen stellte sich als nicht rechtmäßig heraus: Stets standen deutlich mehr Menschen auf der Liste der Abschiebeflüge. Aus unterschiedlichen (rechtlichen) Gründen war die Abschiebung jedoch nicht durchführbar oder konnte kurzfristig verhindert werden.

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Quelle: change.org/bajrami

Kampagne für Rückkehr von Familie Bajrami

25 Jahre lang lebte die mazedonische Familie Bajrami in Deutschland - wie viele Vertriebene der Balkankriege  nur mit einer Duldung, doch unbescholten und als anerkannte Mitbürger in Wolfschlugen im Kreis Esslingen. Die Eltern hatten Arbeit, die Kinder waren gut in der Schule oder befanden sich schon in der Ausbildung. Ende Januar 2018 wurde die Familie ohne jegliche Vorwarnung nach Mazedonien abgeschoben. Nachträgliche Begründung von Ausländerbehörde und Innenministerium: Keine ausreichende Mitwirkung bei der Erfüllung der Passpflicht. Der große Unterstützerkreis der Familie aus Nachbarn, Arbeitskolleg*innen, Freund*innen, Wolfschluger Bürger*innen und Asylunterstützer*innen startete nun eine Kampagne für die Familie. Das bescheidene Ziel: Die Familie, die gut in Deutschland integriert war und in Mazedonien kaum Chancen hat, soll nach Deutschland zurückkehren dürfen. Über den Solifonds Perspektiven werden im Rahmen der Online-Petition Spenden gesammelt, mit denen die Familie für die Dauer des Aufenthalts in Mazedonien ihr Überleben sichern kann.

Unterstützen Sie die Online-Petition "Rückkehr der Familie Bajrami ermöglichen"

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Vor dem Innenministerium BW am Internationalen Tag gegen Rassismus 21.3.2018

Kretschmann besucht die Folgen seiner Politik

Auf seiner aktuellen Balkanreise besuchte Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch ein Re-Integrationsprojekt für aus Deutschland "rückgeführte" Asylsuchende und informierte sich über die Situation von Roma in Serbien. Zweck des Besuchs war allerdings nicht die Selbstkritik an der eigenen Politik (Zustimmung zur Einstufung zum sicheren Herkunftsstaat, permanente Sammelabschiebungen, Ignoranz gegenüber der rassistischen Diskriminierung und gegenüber der sozialen Ausgrenzung von Roma), sondern eine Interessenvertretung und Gut-Wetter-Politik gegenüber dem serbischen Staat, dessen EU-Beitritt immer näher rückt.

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Veranstaltungsreihe „Die Roma sind nicht schuld am Krieg in Syrien“

Veranstaltungsreihe des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg in Kooperation mit lokalen Partnern im Mai 2018

Flyer zur Veranstaltungsreihe (PDF)

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Logo Soli-Fonds Perspektiven für Menschen aus "sicheren Herkunftsstaaten" aus (Süd-)Osteuropa

Bericht des Solifonds zur Verwendung der Spenden im Jahr 2017

Im Jahr 2017 hat der Solifonds Perspektiven bereits 30 Familien und Einzelpersonen aus der Region Neckar-Alb mit einem Betrag von insgesamt rund 23.000 Euro beim Neuanfang und beim Überleben im Herkunftsland und beim Aufbau nachhaltiger Perspektiven unterstützt.In einem aktuellen Bericht wird diese Unterstützungsarbeit anhand zahlreicher Einzelbeispiele vorgestellt.

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UNTERSTÜTZUNGSAUFRUF: Perspektiven für albanische Familien!

Bitte helfen Sie mit einer Spende! Im Jahr 2015 kamen auch mehrere albanische Familien als Asylsuchende in das Französische Viertel in Tübingen. Wir standen im engen Kontakt zu diesen Familien und haben sie während ihres Aufenthalts in Deutschland begleitet. Nach Ablehnung des Asylantrags mussten sie „freiwillig“ ausreisen in ihr „sicheres Herkunftsland“ Albanien. Dort haben sie aufgrund der wirtschaftlichen Lage äußerst schwierige Lebensbedingungen. Über den Solifonds Perspektiven haben wir auch die beiden Familien unterstützt, für die wir jetzt Spenden sammeln. Den zwei Müttern haben wir dabei ermöglicht, in Albanien einen Deutschkurs zu besuchen, damit sie die Chance bekommen können, sich eine Perspektive über ein Visum für eine Ausbildung oder Arbeitsstelle aufzubauen.
Für die weitere Unterstützung sind aber keine Mittel mehr vorhanden. Wofür sammeln wir Spenden?

Unterstützungsaufruf (PDF)

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Über 48.000 Unterschriften für ein Bleiberecht für Familie Stojanovic übergeben – Rücknahme der Entscheidung durch das Innenministerium gefordert

Kurz vor Weihnachten lehnte Innenminister Strobl (CDU) den Härtefallantrag für die in Stuttgart-Rohr lebende serbische Roma-Familie Stojanovic ab, obwohl die Härtefallkommission die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis wegen guter Integration der Familie befürwortete. Die Unterstützer/innen der Familie starteten daraufhin die Online-Petition „Für ein dauerhaftes Bleiberecht für Familie Stojanovic“. Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, übergaben die Initiator/innen die bis dahin gesammelten über 48.000 gesammelten Unterschriften an Vertreter/innen des Innenministeriums Baden-Württemberg.

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Ist die Härtefallkommission noch eine Härtefallkommission?

Schon wieder ein Härtefall abgelehnt: Auch der Fall der kosovarischen Familie Selmani aus Köngen (Kreis Esslingen) lässt starke Zweifel aufkommen, ob die Härtefallkommission des Landes noch eine solche ist: Bei einem tragischen Verkehrsunfall im Sommer 2016 wurde der 53-jährige Ejup Selmani von einem LKW-Anhänger überfahren, sodass ihm danach beide Beine komplett amputiert werden mussten. Seine schwer herzkranke Frau konnte er retten, indem er sie noch zur Seite stoßen konnte. Anfang 2017 stellten die Unterstützer der Familie vom Arbeitskreis Asyl Köngen einen Härtefallantrag, weil die Verletzungen so schwer waren, dass Herr Selmani noch über Jahre permanente medizinische Behandlung braucht und auch die Verarbeitung der traumatischen Erfahrungen schwer ist. Eine angemessene Behandlung der Verletzungen und Folgeprobleme im Kosovo wird von Fachärzten als unmöglich eingeschätzt. Auch für die beiden erwachsenen Töchter wurden Härtefallanträge gestellt. Nun erhielten die Eheleute Selmani Anfang März die Nachricht vom Innenministerium, dass der Härtefallantrag abgelehnt sei. Sie sind damit "vollziehbar ausreisepflichtig".

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