Vortrag zur Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Sonntag, 27. Januar 2019, 17 Uhr, Großer Saal des Gemeindezentrums, Kirchplatz 9, 79183 Waldkirch
Anlässlich des Internationalen Tags zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus lädt die Anlaufstelle Pro-Roma Waldkirch zu einem Vortrag von Manuel Werner zur Verfolgung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus ein. Werner hat sich unter anderem in der Nürtinger Gedenkinitiative, im Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen Baden-Württemberg engagiert und Preisträger des Diakonie-Journalisten-Sonderpreises "Flucht und Migration" 2015. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Levent Ibraimov.
Quelle: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

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Rechtswidrig nach Albanien abgeschoben

Anfang Januar 2019 wurde eine beinamputierte albanische Asylsuchende von Leipzig nach Albanien abgeschoben. Sicheres Herkunftsland macht es möglich. Der Anwalt der lesbischen Frau hält die Abschiebung dennoch für rechtswidrig.

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Alleinerziehende Frau mit 4 Kindern aus Hirrlingen (Kreis Tübingen) abgeschoben

Im Rahmen der monatlichen baden-württembergischen Sammelabschiebungen in die "sicheren Herkunftsländer" der Balkanregion wurde am 23.10. auch eine alleinerziehende Roma-Frau mit ihren vier Kindern nach Serbien abgeschoben. Drei der vier Kinder hatten einen Anspruch auf sonderpädagogische Förderung. Ein Eilantrag wegen gesundheitsbezogenen Abschiebungshindernissen beim Verwaltungsgericht Sigmaringen wegen den Behinderungen der Kinder wurde zuvor abgelehnt. Es ist dennoch sehr wahrscheinlich, dass die Familie in Serbien materiell vor dem Nichts steht und eine adäquate Versorgung der Kinder nicht gegeben sein wird.

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Vortragsveranstaltung: Juden und Sinti - Minderheiten als Akteure im ländlichen und kleinstädtischen Raum

Sonntag 04.11.2018, 14:00 Uhr im Freilichtmuseum Beuren (In den Herbstwiesen, 72660 Beuren)

Der Vortrag von Manuel Werner aus Nürtingen beleuchtet das Leben von Juden und Sinti in der Region. Der Referent berichtet davon, wie diese Minderheiten im ländlichen und kleinstädtischen Raum früher lebten und arbeiteten, aber auch von Verfolgung und Ermordung dieser Gruppen. Der Vortrag beschließt die Reihe der Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung „Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg“ in der Saison 2018.

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Istvan Farkas zurück in Deutschland

Auch mit Unterstützung durch den Solifonds Perspektiven ist es dem serbischen Roma-Aktivisten Istvan Farkas gelungen, nach Deutschland zurückzukehren. Seit Anfang Oktober 2018 wohnt er in Norddeutschland und hat eine Arbeitsstelle. Im September 2017 musste er Deutschland nach vierjährigem Asylverfahren verlassen, weil er mit Abschiebung bedroht war. Da er ungarische Vorfahren hat, ist es ihm in der Folgezeit gelungen, einen ungarischen Pass zu erhalten, mit dem er nun der Diskriminierung und Perspektivlosigkeit als Roma in Serbien entkommen konnte.

Mehr Informationen:

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Aufgewachsen in Deutschland, abgeschoben in den Kosovo

Interessanter Artikel über eine Frau, die in Tübingen aufwuchs und über 20 Jahre später mit ihren drei Kindern in den Kosovo abgeschoben wurde:

21.07.2018 Der Spiegel / Spiegel online (Heike Klovert): Die Heimatlosen. Aufgewachsen in Deutschland, abgeschoben in den Kosovo

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Bild: privat

Bleiberecht für Familie Stojanovic gesichert

Familie Stojanovic hat es geschafft! Nach abgelehntem Härtefallantrag, drohender Abschiebung und vielen Steinen, die ihnen in den Weg gelegt wurden, haben Anfang Juli 2018 nun auch die Eltern eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. Mit der Unterstützung von fast 50.000 Menschen, die die Petition "Für ein dauerhaftes Bleiberecht von Familie Stojanovic" unterschrieben haben, konnte zunächst das Bleiberecht für die in Ausbildung befindliche Tochter Miljana und den Sohn Stefan nach § 25a AufenthG (Bleiberechtsregelung für Jugendliche) erkämpft werden.

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Spendenaufruf Serbienreise und Deutschlandaufenthalt für jugendlichen Roma

Vom 12.-16. Juli 2018 werden zwei Aktive aus dem Solifonds-Netzwerk nach Serbien reisen, um drei oder vier Roma-Familien, die wir in den letzten Jahren unterstützt haben, zu besuchen und uns nach deren Situation und Lebensbedingungen vor Ort zu erkundigen. Einen jugendlichen Roma wollen wir abholen und ihm einen zweiwöchigen Besuchsaufenthalt zur Berufsorientierung in Deutschland ermöglichen. Für die Finanzierung der Kosten der Reise (ca. 1.200 Euro) und der Kosten für den Besuchsaufenthalt (ca. 800 Euro) bitten wir um Spenden.

Spendenaufruf Serbienreise Juli 2018 (PDF)

Spendenaufruf "Ferienaufenthalt für Stefan D. in Nürtingen" (PDF)

Wir sammeln auch Sachspenden in Form von Kleidung für Babys und Kleinkinder (ca. 2 Jahre) sowie gebrauchte Mobiltelefone. Wer etwas beitragen möchte bitte bei info@solifonds-perspektiven.org melden. Vielen Dank!

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99 Sammelabschiebungen aus Baden-Württemberg seit 2014

Während Alexander Dobrindt von einer "Anti-Abschiebungs-Industrie" schwadroniert und Menschen, die Geflüchtete über ihre Rechte aufklären, zunehmend kriminalisiert werden, läuft die tatsächliche "Abschiebe-Industrie" auf Hochtouren und trifft auf so gut wie keine öffentliche Kritik. Nach einer Analyse der Aktion Bleiberecht Freiburg hat allein Baden-Württemberg seit Juli 2014 99 Sammelabschiebungen in die Balkanländer durchgeführt. Vom Flughafen Karlsruhe Baden-Baden wurden dabei zwischen 2015 und 2017 knapp 7.000 Menschen abgeschoben, darunter ein Drittel Kinder unter 14 Jahren. Besonders brisant: Die geplante Abschiebung vieler Personen stellte sich als nicht rechtmäßig heraus: Stets standen deutlich mehr Menschen auf der Liste der Abschiebeflüge. Aus unterschiedlichen (rechtlichen) Gründen war die Abschiebung jedoch nicht durchführbar oder konnte kurzfristig verhindert werden.

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Quelle: change.org/bajrami

Kampagne für Rückkehr von Familie Bajrami

25 Jahre lang lebte die mazedonische Familie Bajrami in Deutschland - wie viele Vertriebene der Balkankriege  nur mit einer Duldung, doch unbescholten und als anerkannte Mitbürger in Wolfschlugen im Kreis Esslingen. Die Eltern hatten Arbeit, die Kinder waren gut in der Schule oder befanden sich schon in der Ausbildung. Ende Januar 2018 wurde die Familie ohne jegliche Vorwarnung nach Mazedonien abgeschoben. Nachträgliche Begründung von Ausländerbehörde und Innenministerium: Keine ausreichende Mitwirkung bei der Erfüllung der Passpflicht. Der große Unterstützerkreis der Familie aus Nachbarn, Arbeitskolleg*innen, Freund*innen, Wolfschluger Bürger*innen und Asylunterstützer*innen startete nun eine Kampagne für die Familie. Das bescheidene Ziel: Die Familie, die gut in Deutschland integriert war und in Mazedonien kaum Chancen hat, soll nach Deutschland zurückkehren dürfen. Über den Solifonds Perspektiven werden im Rahmen der Online-Petition Spenden gesammelt, mit denen die Familie für die Dauer des Aufenthalts in Mazedonien ihr Überleben sichern kann.

Unterstützen Sie die Online-Petition "Rückkehr der Familie Bajrami ermöglichen"

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